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Projekt 3

266.033 - SS1999/WS1999/2000


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Wettbewerb der Städte als Herausforderung für die Stadt- und Regionalentwicklungsplanung:

ein Vergleich

Wien - Budapest


Projektbetreuung

o.Univ.Prof.Dr.-Ing. D. Bökemann

Univ.Doz.Dr. R. Giffinger

Univ.Ass.Dipl.-Ing. A. Mann

Vertr.Ass.Dipl.-Ing. H. Kramar

 


Das Problem

Städte stehen heute als Motoren der Regionalentwicklung miteinander in zunehmenden Wettbewerb. Dieser Wettbewerb ist umso stärker, je geringer die geographische Distanz und je ähnlicher die Position und Bedeutung solcher Städte im europäischen Siedlungssystem sind. Er resultiert aus der zunehmenden Konkurrenz als Anbieter von attraktiven Standorten für hochwertige Produktionen und Dienstleistungen. Das heißt, Städte sind angehalten durch eine entsprechende Stadtpolitik ihre Attraktivität durch Profilierung und Spezialisierung zu sichern bzw. zu verbessern sowie durch entsprechendes Marketing umzusetzen. Städtische (Wachstums)Politik muß sich dabei ohne Zweifel an internationalen Trends und somit am Standort- und Investitionsverhalten von internationalen Investoren und Projektbetreibern orientieren, um seine Position im europäischen Stadtsystem zu behaupten oder zu verbessern.

Der Stadtentwicklungs- und Regionalentwicklungsplanung kommt dabei aus zwei Perspektiven eine zentrale Bedeutung zu: Einerseits hat sie die Stadtpolitik, die an den Erwartungen und am Verhalten internationaler Projektbetreiber ausgerichtet sind, durch solche Infrastrukturmaßnahmen zu unterstützten,. Zugleich muß über alle Ebenen der Planung (Stadt und Region) bzw. durch entsprechende planerische Maßnahmen die Umsetzbarkeit von solchen Projekten unterstützt und gesichert werden.

Eine solche Planung läuft aber andererseits Gefahr, städtische und regionale Bedingungen und Bedürfnisse einzelner sozialer Gruppen und benachteiligter Gebiete zu vernachlässigen. Erstens kann dies bedeuten, daß primär die Realisierbarkeit solcher Projekte im Mittelpunkt der planerischen Anstrengungen der Gebietskörperschaften steht und dabei Fragen einer sozial verträglichen Planung völlig vernachlässigt werden, die die lokalen sozialen und räumlichen Bedingungen zum Ausgangspunkt der Projektentwicklung nehmen müßte. Dies kann zweitens auch bedeuten, daß eine solche Planung den Interventions- und Planungsbedarf in benachteiligten Gebieten, die dem Wettbewerb der Stadt im internationalen Kontext nicht unterstützen, völlig aus den Augen verliert.

Großprojekte - wie zum Beispiel Weltausstellungen, Konferenz- und Messeeinrichtungen, internationale Forschungs- und Dienstleistungseinrichtungen oder Tourismus und Sportgroßereignisse - haben aufgrund ihrer Struktur der Nachfrager und Nutzer zumeist nicht nur lokale/innerstädtische, sondern zumeist auch regionale Auswirkungen. In solchen Städten, in denen die Politik entsprechende Projekte forciert, kommt somit der Stadt- und auch der Regionalentwicklungsplanung große Bedeutung zu. Diesbezüglich stellt sich nun nicht nur die Frage, inwiefern die Planung solche Projekte unterstützt, sondern insbesondere auch die Frage, welche Beachtung die Planung einerseits den gesamtstädtischen und regionalen Entwicklungen in einer Makroperspektive und andererseits auch den lokalen sowie den kleinräumig innerstädtischen Entwicklungen in einer Mesoperspektive widmet. Speziell aus der zweiten räumlichen Perspektive sollten somit Fragen zur Stadtteilentwicklung und Stadterneuerung sowie zur Wohnungsversorgung, aber auch zur wirtschaftlichen und siedlungsbezogenen Regionalentwicklung im Mittelpunkt des Interesses stehen.


Ziele im Projekt 3:

Erklärung

empirische Analyse

Ausarbeitung von Maßnahmen und einer adäquaten Planungskonzeption


Kontakte:

Budapest: 

Metropolitan Research Instititute
Dr. Ivan Tosicz, Dr. Jozsef Hegedüs

Amt der Stadt- und Regionalentwicklungsplanung


 Wien:

WED - Wiener Entwicklungsgesellschaft für den Donauraum
Dipl.Ing. Thomas Jakoubek, Dipl.Ing. Harald Peham

Magistrat der Stadt Wien: MA 18, MA 21

Wiener Wirtschaftsförderungsfonds

Planungsgemeinschaft Ost



Projektrahmen

Beginn im Sommersemester 1999

2 semestrig mit je 5.0 SWS;

mindestens 6, maximal 15 TeilnehmerInne


©1999 Andrea Mann (Robert Kalasek) , letzte Änderung am 30.07.99.